Text: Dirk Heines
Fotos: Bogun / Peiran
Die Idee
Genau rechtzeitig, tief in der gerade für Motorradfahrer schwer zu ertragenden Winterdepression kommt der erlösende Anruf! „Wie sieht’ s aus mit ´ner Moped-Straßentour in der Ardeche in Südfrankreich? So gegen Ende April!“
Die für Familienväter nicht mehr rhetorische Frage kommt vom Motorradreiseveranstalter EndurofunTours (www.endurofuntours.com), der zu einer Presseveranstaltung einlädt.
Während es draußen noch schneit und sch...kalt ist, sehe ich plötzlich die für mich noch imaginären Kurvenkombinationen, die sich entlang der Felsmassive entlang schlängeln. Weit unten in den Schluchten spiegeln die meandrierenden Flüsse im Sonnenlicht und verschwinden im grünen und felsigen Horizont............herrlich! Da muss ich hin!
Das Departement Ardeche, ein ca 135 km mal 90 km großes Gebiet westlich der Rhone – das ist da, wo das Mittelmeer nur noch einen Katzensprung entfernt ist, und wo die Temperaturen im April schon in den absolut angenehmen Bereich hineinragen und ein mediterranes Feeling versprühen. Im Südosten Frankreichs, am östlichen Rand des Zentralmassivs gelegen.
Kurz aber heftig abgesunken in diesen frohlockenden Gedanken sage ich natürlich zu.
Als halber Wikinger brauche ich natürlich heutzutage keine Schiffe mehr auf Baumstämmen über Land zu rollen, dennoch mache ich mir natürlich Gedanken, die 1600 km lange Strecke ins Zielgebiet so hinzubekommen, dass ich auch ohne eckige Motorradreifen in Südfrankreich ankomme, zumal ewig lange Autobahnetappen nicht wirklich was mit Mopedfahren zu tun haben. Da ich bereits mehrfach gute Erfahrungen mit dem DB AutoZug gemacht habe, beschließen wir, auch dieses mal auf die Möglichkeit des Schlafens während des Fahrens zurückzugreifen. Genauer gesagt heißt das in unserem Fall von Hamburg Altona nach Lörrach, das günstig im Dreiländereck Deutschland, Schweiz, Frankreich liegt. Von Lörrach aus bis zu unserem ersten Anlaufpunkt in der Ardeche verbleiben dann noch ca. 630 km, die gut an einem Tag über die französiche Autobahn machbar sind. Allerdings muss man hier mit ca. 32€ Mautgebühren rechnen.
Nun geht’s los
Überlegt, gesagt, getan, befinde ich mich also nach kurzer Vorfreude und Planungszeit samt Kollegen am Verladeterminal in HH-Altona. Bereits hier beginnt für mich das Urlaubsfeeling. Man kommt sofort in Kontakt mit anderen Motorradfahrern, die entweder wieder heim wollen, oder auch auf dem Weg in den Süden sind. Irgendwie alles in allem einfach `ne gute Stimmung mit genügend Gesprächsstoff in einer Solidargemeinschaft. Die Angestellten der Bahn verzurren die Mopeds fachgerecht, nachdem man sie mit eingezogenem Kopf auf die Anhänger gefahren hat.

Bild 1: Autozug
Ohne steifen Nacken oder anderen schmerzenden Körperteilen oder Autobahntinitus erreichen wir relativ fit am nächsten Morgen Lörrach, von wo es dann wieder auf die Mopeds Richtung Süden weitergeht.
Schluchten, Flüsse, Wälder und......Kurven ohne Ende
Auffallend für uns Nordmänner während der Autobahnetappe ist die Tatsache, dass sich die Natur im April schon in voller Blüte präsentiert, während wir im Norden deutlich hinterher hinken. Bei schönstem Sonnenschein erreichen wir abends unser Ziel im Süden der Ardeche. Schon jetzt beeindruckt die hügelige Landschaft in einer anderen Flora und Fauna mit ihren idyllisch gelegenen Häusern aus Naturstein.

Bild 2: Ortsdurchfahrt
Die volle Pracht der Landschaft erschlägt mich aber erst am nächsten Tag als wir uns auf der bekannten Panoramastraße zwischen Vallon Pont’d’Arc und St. Martin d’Ardeche entlang der Ardeche befinden. Ein „Muss“ für jeden Motorradfahrer, allerdings auch für jeden anderen Touristen. Deshalb sollte man sich zur Touristenzeit hier auf jeden Fall auf Gegenverkehr einstellen. Da wir uns im April zu einer guten Zeit dort befinden, kommt der Fahrspaß nicht zu kurz. Kurve an Kurve reiht sich auf der gut befahrbaren Straße, wobei etliche Aussichtspunkte für beeindruckende Blicke in die bis zu 350 m tiefen Schluchten und in die Ferne sorgen. Müsste man beim Fahren nicht auf die Straße achten, würden die Blicke ständig entlang der sagenhaften Umgebung wandern.

Bild 3: Blick in eine von vielen Schluchten
Eigentlich muss man die Strecke mehrmals fahren! Mindestens einmal um des Fahrspaß willens und mindestens einmal zum Staunen und Fotografieren. Vier Millionen Jahre ist es her, dass die Ardeche als reißender Bach begann das Tal langsam in spektakuläre Schluchten zu verwandeln. So ist einer der schönsten Canyons Frankreichs entstanden, der heute auf unterschiedlichste Weise von den Menschen erkundet wird. Nicht nur wir Mopedfahrer haben hier unseren Spaß, sondern auch Kanuten (massenweise Kanuverleihstellen und Campingplätze), Radfahrer (gutes Training), sowie Wanderer, Geocacher und nicht zu vergessen die Touristen mit den vierrädrigen Vehikeln. Ein besonderer Punkt an der Panoramastraße ist der von der Ardeche auf natürliche Weise gebildete 66m hohe Brückenbogen Pont d`Arc.

Bild 4: Pont d’Arc
Höhlen, Wein und gute Stimmung
Dass die kalkreiche Landschaft durch Sedimentierungen und unterirdischen Wasserläufen aber auch in anderer Weise eindrucksvoll geprägt wurde, hat uns der in der Ardeche hängengebliebene Belgier Willem in einer einstündigen Führung durch die Drei-Sterne-Höhle Aven D’Orgnac (4. sogenannte Grand Site de France) humorvoll und in gutem Deutsch erklärt.

Bild 5: Aven D’Orgnac
Als wir auf seine abschließende Frage, ob wir noch wüssten in welcher Richtung der natürliche Eingang der Höhle läge, alle fragend in die falsche Richtung zeigten, meinte Willem das das grundsätzlich richtig wäre, nur müssten wir dann ca. 40000 km gehen! Noch beeindruckt von dieser sehenswerten Führung, setzen wir unsere Rundreise fort und machen einen tollen Fotostopp bei Aiguèze

Bild 6: Aiguéze
Von hier hat man einen traumhaften Blick auf die alten Burgmauern des Dorfes, sowie über die Landschaft, durch die sich die Ardeche hindurchschlängelt. In der Ferne ist die Brücke des nicht weit entfernten St. Martin D’Ardeche zu erkennen, das mit zu den schönsten Dörfern der Region zählt. Über St. Martin D’Ardeche gelangen wir abends zu unserem Hotel in Bourg St. Andéol. Als besonderes Highlight werden wir aber nicht dort zu Abend essen, sondern folgen einer Einladung zu Raphael und Rachel Pommier, einem jungen Winzerehepaar, das in der Domaine Notre Dame de Cousignac in der siebenten Generation Wein herstellt. Raphael führt uns über die Weinfelder des Betriebes zu seinem gemütlichen Repräsentationshäuschen, wo die Weinprobe mit Beilage nicht zu kurz kommt.

Bild 7: idylischer Blick beim Weingut Notre Dame de Cousignac

Bild 8: Weinprobe bei Raphael
In verschmitzter Weise und immer für eine Anekdote gut, erklärt Raphael uns nicht nur die Herstellung des Weines und die Eigenarten des Weinanbaus, sondern auch wie die Region jenseits jeglichen Konkurrenzdenkens unter dem Gütesiegel der Ardeche (AOC) gerade dabei ist ein Label zu etablieren. Eine totale Identifikation dieser dort lebenden und tätigen Menschen mit der Region Ardeche wird hier deutlich. Nicht nur für die Einheimischen, sondern auch für die Touristen interessant, sind die vielfältigen Feste, die sich um die verschiedenen Erzeugnisse aus der Region drehen. Hier ist Spaß, Essen, Wettbewerbe, Probieren und Gucken angesagt. Schließlich wird der Abend mit einem geschmackvollen mehrgängigen Abendessen unter anderem mit Rehkeule abgerundet, das liebevoll von seiner amerikanischen Frau Rachel zubereitet wurde. Nebenbei vergisst Raphael nicht, die Luft aus den Weingläsern zu entfernen. Zusammen sitzen wir einige Stunden, um gespannt Raphaels Ausführungen und witzigen Anekdoten zuzuhören. Die Stimmung ist locker und lustig, nicht nur dank des Weines, sondern hauptsächlich aufgrund Raphaels lockerer und witziger Art, die aber auch gleichzeitig viel Kompetenz, Erfahrung und Überzeugungskraft ausstrahlt. Hier scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Empfehlenswert ist es, hier auf einer Rundtour Station zu machen, denn Raphael und Rachel bieten demnächst auch bead & breakfast an. Kinder sind hier übrigens auch herzlich willkommen, schließlich haben Raphael und Rachel selbst vier kleine bildhübsche Mädels.
Dörfer mit Charme und Charakter, Nebenstraßen
Bei der weiteren Entdeckung der durch die Seidenraupenzucht im 19. Jahrhundert zu wirtschaftlichem Fortschritt gekommenen Region, ist es empfehlenswert, die Hauptstraßen zu vermeiden und über die wenig befahrenen und sehr kurvenreichen Nebenstraßen das Fahren zu zelebrieren. Immer wieder stößt man auf die alten Dörfer mit Charme und Charakter, in denen viele alte Gebäude aus dem 16. Jahrhundert überlebt haben.

Bild 9: typisches altes Dorf
18 dieser Dörfer haben sich zu dem Villages de caractère zusammengeschlossen und gehören laut des Comité départemental du tourisme (CDT) zu den schönsten Dörfern Frankreichs. Der Spitzenreiter soll das Dorf Balazuc sein, das natürlich auf unserer Strecke liegt. Auf dem Weg dorthin passieren wir das herrliche Ibie-Tal

Bild 10: Fahrfotos Ibie-Tal
Wieder eine Augenweide und Fahrgenuss pur! Irgendwie lässt sich das gut aushalten! In Balazuc angekommen zwingt uns das alte über eine Brücke zu erreichende Dorf in seiner herrlichen Lage förmlich dazu, einen Stop einzulegen. Ein Bummel durch die engen Gassen, während des Kaffetrinkens, einen Blick auf die Kanufahrer und Kletterer zu werfen, sowie die digitalen Fotoapparate an die Grenzen der Speicherkapazität zu bringen, ist hier einfach zwingend erforderlich

Bild 11: Kurve vor Balazuc
Benebelt von Lavendel und Maronen
In Saint-Remèze laufen wir einen weiteren kulturellen Punkt an. Dort wird im Musée de la Lavande erklärt, wie die Herstellung und Produktion von Lavendel damals und heute abläuft. Empfehlenswert ist ein Einführungsfilm der unter anderen Sprachen auch die Option bietet, den Film auf Deutsch zu betrachten. Noch besser kommt natürlich die Führung durch das Museum, die nämlich wieder mal, dank des französischen Museumsführers, unsere Zwerchfelle und Bauchmuskeln reizt. Sehr schön seine Erklärungen wie Lavendel u.a. zur Beruhigung genutzt werden kann. Die schon durch die Ägypter entdeckte Pflanze bietet nach der Destillation ein breites Nutzungsspektrum. Mit seinen ätherischen Ölen, wird Lavendel nicht nur für Arzneimittel und Wundheilung genutzt, sondern auch zur Herstellung von Parfum. Heutzutage treten allerdings immer mehr synthetische Produkte in Konkurrenz. Angestiftet durch die damalige schwere Ernte per Hand und den damals üblichen Picknickpausen, beschließen wir kurzfristig uns ebenso in diese Zeit zu versetzen, allerdings mit Verzicht auf die harte Erntearbeit und mit sofortigem Übergang zum zünftigen, französischen Picknick mit Baguette, geräucherter Wurst, verschiedenen Sorten von Ziegenkäsen usw. Benebelt vom Lavendelduft und vollen Mägen, in der Sonne brutzelnd, vergessen wir beim Blick in die Ferne fast das Mopedfahren! Zeit uns mal wieder auf die Böcke zu schwingen und Kurven aufzusuchen, was nicht wirklich schwerfällt. Irgendwie scheint man hier überall abbiegen zu können, um von einer schönen kurvenreichen Gegend in die nächste zu kommen.

Bild 12: typische Fahrfoto aus dem Departement Ardeche

Bild 13: weiteres typische Fahrfoto aus dem Departement Ardeche
Schließlich ankern wir nach vielen Kurven und bereit für eine weitere Pause in Joyeuse, wo die Deutsche Ulla Falke das Museum der Edelkastanien leitet. Nichts ahnend und eher gelangweilt bereite ich meinen Mitstreitern den Gefallen ins Musée de la Châtaigneraie einzutreten. Was kann es hier besonderes geben? Pah, Kastanien! Das sind doch diese harten nichtsnützigen Dinger mit denen man als Kind immer andere mit gezielten Würfen geärgert hat, oder bei denen man Streichhölzer angeklebt hat, um irgendwelche lustigen Figuren zu basteln. Schnell wurde ich aber von der charmanten Museumsleiterin in meinem nun über vierzigjährigem Weltbild von Kastanien erschüttert. Ich ertappe mich dabei, dass ich diesbezüglich rein gar nichts weiß und beruhige mich innerlich damit, dass ich wenigstens gut werfen konnte! Den von der Edelkastanie damals lebenden Menschen zur Ehre, bin ich von nun an ein aufmerksamer Hörer und Beobachter und bin gleichermaßen fasziniert von den damaligen harten Lebensumständen und den Möglichkeiten, die die Edelkastanie, auch Marone genannt, den Menschen damals geboten hat.

Bild 14: keine Neandertaler, sondern Demonstration der damaligen Werkzeuge der Maronenernte
Ob als vielfältig einsetzbares und zuzubereitendes Lebensmittel, Baustoff oder Färbemittel, hat die Marone vielen Menschen Arbeit und Nahrung geboten. Erst durch die Einführung des Maulbeerbaumes mit seinem natürlichen Schädling der Seidenraupe, ging die Ära der Esskastanie zu Ende. Heute werden nur noch ca. 5000-6000 ha mit den Edelkastanien angebaut, wogegen es damals 60000 ha waren, allerdings unter den damaligen harten Erntebedingungen. Heutzutage ist die Edelkastanie zum Kulturgut erklärt und steht ebenso unter dem Gütesiegel der AOC. 5500 Tonnen verteilt auf 500 landwirtschaftliche Betriebe produzieren heute immerhin 50% der gesamten Esskastanienproduktion Frankreichs. Ca. 1000 Menschen sind in diesem Produktionszweig in der Ardeche noch tätig. Abgelöst wurde die wirtschaftliche Hauptblütezeit der Edelkastanie, wie schon erwähnt, durch die Seidenraupenzucht, die Wohlstand und Fortschritt in die Region brachte. Heutzutage lebt die Ardeche mit seinen ca. 300000 Einwohnern hauptsächlich vom Tourismus, dem Wein- und Olivenanbau, sowie einer kleinen Schmuckindustrie.
Und Geld beruhigt doch!
Natürlich wurden wir auch von Frau Falke mit den Produkten der Marone verköstigt, so dass wir zum Abschied nicht mit leeren Mägen wieder auf die Mopeds steigen müssen. Nun geht es über .......richtig.........kurvige Straßen zu unserem heutigen Übernachtungsdomizil dem auf ca. 400 m hoch gelegenen Hotel la Tour de Brizon in Sanhilac. Hier kocht der Chef Claude noch persönlich!

Bild 15: Chef des Hotels la Tour la Brison
Nachdem uns die Zimmer zugewiesen wurden, erkenne ich, dass nicht alles schlechter wird, wenn man auf die 50 zugeht. Just in diesem Moment, bin ich froh, nicht mehr mit dem Zelt unterwegs sein zu müssen. Auch beim anschließenden exzellenten 1000-Gänge-Menü erkenne ich, während ich von meinem Platz einen Blick auf das Tal werfe, die Vorzüge, mittlerweile besser genießen zu können.

Bild 16: typischer französischer Standardgang zwischen Hauptmahlzeit und Dessert
Eigentlich wollen wir dieses ruhig gelegene Hotel am nächsten Tag gar nicht wirklich wieder verlassen. Hier möchte man sich länger aufhalten, aber dafür brauche ich definitiv einen anderen Job!
Pässe fahren
Schweren Herzens verlassen wir diesen Genusstempel in Richtung Tarnargue-Gebirge. Waren wir in den letzten Tagen vom trockenen Mistral verwöhnt, der schönes Wetter bescherte, erwischt uns an diesem Tag der Südwind, der regnerisches Wetter besorgt. Gut ausgerüstet treten wir trotzdem den Weg in das Gebirge an. Über zahlreiche Serpentinen erklimmen wir den 1308 m hohen Pass Croix de Bauzon.

Bild 17: oben am Pass Croix de Bauzon
Auf dem Weg hierher strahlen wir trotz des Wetters über alle vier Backen. Es entsteht ein absolut alpines Fahrgefühl, was in dieser Gegend nicht wirklich erwartet wurde. Wieder einmal positiv überrascht von der landschaftlichen Vielfalt und Schönheit und der nun 100 %-igen Gewissheit, dass sich hier wirklich jede Straße lohnt, fahren wir auch sogleich über den zweiten Pass, den 1370 m hoch gelegenen Col de Mayrand. Mopedwedelnd geht es wieder talwärts durch das Val de Gorges. Auch hier wieder hin-und hergerissen von optischen Reizen und dem Fahrvergnügen. Man hat es wirklich nicht leicht als urlaubender Motorradfahrer in dieser Gegend!
Zum Abschluss des Tages landen wir auf einem kleinen Weinfest in Rosières. Dort empfängt uns der Winzer David in seinem Betrieb und zeigt uns seinen Weinkeller, während der deutsche Auswanderer Wilhelm Sudden übersetzt. Natürlich darf auch hier die Weinprobe nicht fehlen. Wer schon einmal eine Weinprobe gemacht hat, weiß, dass man den Wein nicht immer komplett trinkt, sondern wie in einem guten alten Western stehen natürlich Behälter bereit, in dem das gute Zeug wieder hineingespuckt wird. Da wir nämlich noch nach Le Vans zu unserem nächsten Hotel fahren wollen, wird die Weinprobe dieses mal leider nicht ausgenutzt!

Bild 18: auf dem Weinfest in Roziére
Wer dies bei David mal ausprobieren möchte, kann dort übrigens auch nächtigen.
Motorradsammlung
Das Ende unserer kleinen dreitägigen Rundreise ist der Besuch des Ortes Le Vans, von wo wir unsere Tour auch begonnen haben. Les Vans ist eine Gemeinde, die südlich des Flusses Chassezac am Rande der Cevennen liegt.

Bild 19: am Chassezac
Der Ort gilt als Tor zum regionalen Naturpark Monts d’Ardeche. Unser Hotel ist ein altes umgebautes Kloster aus dem 16 Jahrhundert, das Le Carmel. Vom alten Charme eines Klosters beeindruckt, werden wir auch hier wieder kulinarisch verwöhnt und runden die Tour ab.
Wer in Les Vans ist, sollte nicht verpassen Albert Froment, Jahrgang 1921 zu besuchen. Dieser hat nämlich nicht nur alte Geräte aus der damaligen Olivenfabrik aufbewahrt, sondern was für uns Mopedfahrer ja noch viel wichtiger ist, alte Motorräder. Liebevoll und funktionstüchtig restauriert, stellt er auf seine individuelle, lustige und kautzige Art seine Exponate dar. Das älteste Motorrad ist von 1904.

Bild 20: Albert Froment mit einem Teil seiner Motorradsammlung
Ebenso sind dort alte Draisinen und Laufräder, sowie alte Autos zu besichtigen. Das ganze eher in privater Umgebung und den Stellplatzmöglichkeiten seiner alten und neuen, modernen Olivenfirma. Vom office de tourisme des vans, hat uns Leonore Girard mit Hilfe ihres Vaters geholfen den alten, rührigen Sammler sprachlich zu verstehen.
Fazit:
Ob als Motorradfahrer oder normaler Tourist, lohnt sich der Besuch der Ardeche allemal. Mit seiner tollen Landschaft mit vielen Schluchten und Flüssen, und den vielen Möglichkeiten der körperlichen Ertüchtigung, oder dem kulturellen Angebot, ist für jeden etwas dabei. Ganz speziell lädt die Gegend natürlich für uns Motorradfahrer ein, weil es hier wirklich ein Kurvenparadies ist. Abgesehen von den unbedingt zu besuchenden Punkten wie die Panoramastraße mit dem Pont d’Arc und solchen Dörfern der Villages de caractère wie z.B. Balazuc, bietet die Ardeche viele sehr kurvige und kaum befahrene Landstraßen über Berge und durch atemberaubende Täler. Ebenso findet man in diesem mediterranen Klima alpines Fahrgefühl auf den hochgelegenen Pässen (der höchste Punkt ist der Berg Mézenc mit 1754 m), so dass man hier wirklich fahren und essen kann wie Gott in (Süd-)Frankreich.
Infokasten zu unserer Tour:
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Tourismusinformationen:
(Tips, Karten, Broschüren, Zahlen, Fakten, Verzeichnisse Adressen Unterkünfte, Campingplätze, Restaurants, Museen usw.)
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AGENCE DE DEVELOPPEMENT TOURISTIQUE DE L’ARDECHE
4 cours du Palais – 07000 PRIVAS
Nathalie Sisteron (spricht deutsch)
Tel. +33 (0)4 75 64 07 18
Fax +33 (0)4 75 64 23 93
e-mail:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Tourismusbüro Zentrale
Tel. +33 (0)4 75 64 04 66
Fax +33 (0)4 75 64 23 93
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
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www.ardeche-guide.com
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Organisierte und geführte Motorradtouren
on- und offroad
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ENDUROFUN TOURS
Postfach 43
25710 Burg / Dithmarschen
Tel. +49 (0) 48 25 / 16 95
e-mail:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
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www.endurofuntours.com
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Unterkünfte
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Hotel Le Carmel
Raymond Rushforth
07140 Les Vans
Tel: +33 (0)4 75 94 99 60
Fax : +33 (0)9 59 61 80 37
e-mail:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
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www.le-carmel.com
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Hôtel le Prieuré
1, quai Fabry.
07700 BOURG SAINT ANDEOL
+33 (0)4 75 54 62 99
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www.hotel-restaurant-leprieure.com
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Hotel la Tour de Brizon
Claude Belin
La Chapelette
07110 Sanilhac
Tel: +33 (0)4 75 39 29 00
Fax : +33 (0)4 75 39 19 56
e-mail:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
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http://www.belinbrison.com
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Weinprobe + Unterkunft
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Raphael Pommier
Domaine Notre Dame de
Cousignac
07700 Bourg-Saint-Andéol
Mob. +33 (0)6 16 17 61 64
Fax : +33 (0)4 75 54 68 53
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
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www.notre-dame-de-cousignac.com
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Caveau la Cévenole
Kontakt : Magalie
Wilhelm Sudden (D)
Tél : +33 (0)4 75 39 90 88
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www.cavelacevenole.com
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Sehenswerte Museen:
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Besichtigung der Motorradsammlung und
Olivenmühle von Albert Froment.
10 Route des Cévennes
07140 Les Vans
Tel +33 (0)4 75 37 34 88
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www.moulin.froment.free.fr/
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Höhle Aven d'Orgnac © grand site de France,
(Besichtigung auf deutsch oder Englisch)
Tel: +33 (0)4 75 38 65 10
Fax : +33 (0)4 75 38 66 40
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
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www.orgnac.com
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Lavendelmuseum
Musée de la Lavande
(Besichtigung auf englisch, Film auf deutsch)
Route des Gorges - D 490
07700 Saint-Remèze
Tel : +33 (0)4 75 04 37 26
Fax : +33 (0)4 75 04 23 66
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
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www.ardechelavandes.com
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Kastanienmuseum
(Besichtigung auf deutsch)
Ulla FALKE
BP 30 - 07260 Joyeuse
Tel : +33 (0)4 75 39 90 66
e-mail:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
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www.musee-chataigneraie.fr
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Anreise aus Norddeutschland:
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DB-Autozug von HH-Altona nach Lörrach, danach ca. 630 km Anreise per Motorrad
DB-Autozug nach Narbonne (Südfrankreich) auch möglich. Auf Termine achten!
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www.dbautozug.de
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