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Reiseberichte

22.02.2012: Trialspaß in den Pyrenäen

Longitude 1º 22' 46.21'' Latitude 42º 16' 43.14''  - wer diese Koordinaten in seine Navi tippt, der liebt staubige Pisten, steile Berge, felsige Gebirgsbäche. Über La Bastida de Tost in Nordspanien kreuzen sich die Koordinaten.  Für Trialfahrerund Endurofahrer  ist die Adresse ein Muss. Sie liegt auf knapp 800 m Höhe im Zentrum eines weitläufigen Off-Roadgeländes inmitten der katalanischen Pyrenäen. In Sichtweite der Zwergstaat Andorra. La Bastida ist ein Punkt in der 105 km² großen Gemeinde Ribera d'Urgellet und gehört zur Provinz Lleida.

 

 

Eine spärlich besiedelte Berglandschaft.  Wilder Majoran am Wegesrand. In der Mittagssonne mischen sich der  herbe Duft von Rosmarin, Thymian und Lavendel.  Schweigende Natur, betörend schöne Eichenwälder, irisierend grüne Täler,  schroffe Hänge.  Am Himmel ein seltenes Schauspiel:  Bartgeier mit schimmernd rostroter Unterseite und  grauschwarzem Gefieder nutzen die Aufwinde,  um im Gleitflug an den Felswänden ihr Revier zu überwachen. 250 Brutpaare soll es davon in Europa noch geben. Die Spanier nennen ihn  Quebrantahuesos, den Knochenbrecher. Auf die Knochen verendeter Tiere hat er es  abgesehen. Trialer interessieren ihn nicht.

Die Mittagssonne steht im Zenit, als der grüne Landrover von Anika (41) und Marcus (45) endlich im Schatten von La Bastida stoppt. 1456 Straßenkilometer  liegen hinter ihnen. 20 Stunden Fahrzeit von Dortmund bis in die Pyrenäen.

Die aus Bruchsteinen errichtete Finca La Bastida ist eine Art Trutzburg auf höchstem Niveau, umgeben von 370 Hektar privatem Land. Sie gehört dem katalanischen Trialprofi  Jordi Pasquet. Trialveranstalter Elmar Heuer nutzt sie seit vielen Jahren als Ferien- und Trainingscamp für seine  Trialschule und als Ausgangspunkt der Trialwander-Touren. Drei Wochen bleibt er hier. Seinen Gästen reicht meist eine Woche Trial pur. 18 Teilnehmer werden diesmal erwartet.

Ein wenig groggy  aber sehr glücklich klettern Anika und Marcus aus dem Fahrzeug  und begrüßen die wartenden Trialfreunde. Elmar nimmt seine Gäste in Empfang, zeigt ihnen die Unterkunft. Sie kommen bereits zum fünften Male und freuen sich, dass das regionaltypische Bauernhaus inzwischen restauriert und ausgebaut wurde. Fünf Schlafräume, zwei Doppelzimmer und zwei Badezimmer, Kaminöfen,  Umluftheizung und eine gut ausgestattete Küche mit großem Essbereich für bis zu 20 Personen

Bald sitzen sie,  noch ein wenig benommen vor Glück,  auf mitgebrachten Campingstühlen. Schwärmen,  bevor es richtig los geht,  von den genialen Singletrials, die sich in engen Serpentinen den Berg hoch schrauben. Vom griffigen Erdboden,  den zermürbenden Geröllfelder und den felsigen Kanten. Sie lehnen sich zurück.  
In meinem Job als Elektriker muss ich funktionieren,  denkt  Marcus. Doch hier gibt es keine Regeln. Nur Kameradschaft, Spaß, Benzingeruch und für den der mag ein  wenig Küchendienst.......

Das Ehepaar aus Dortmund reiste anfangs noch mit eigenen Motorrädern an. Doch wer bei den Off-Roadern die 40 überschritten hat, lässt es gern ein wenig langsamer angehen und nimmt das Auto. Die Eiligen kommen per Flugzeug und mit dem Überlandbus oder Elmar holt sie aus Barcelona oder Gerona  ab.

Eine Honda CRF 230 und acht feuerrote Honda 4RT, alle top-gewartet,  hat Elmar im Transporter nach Spanien überführt.  Manch ein Teilnehmer will mit Elmars Hilfe  die hohe Kunst des Trial fahren` s vertiefen,  sich noch ein paar Tricks abgucken, andere hingegen vorwiegend rumknattern.

Weil Sicherheit vor geht, und damit kein Stress aufkommt, fährt man zum warm werden zunächst auf die Trialwiese, dem Übungsgelände. Später steuert man  schwierigere Passagen an. Das Können und die  Wünsche der Trialisten  geben den Takt vor. Aber der Trainer holt jeden Gast dort ab, wo er fahrerisch steht. Ein Führerschein ist für Elmars Touren grundsätzlich nicht erforderlich, die komplette Ausrüstung wird vor Ort gestellt.
Aus kniehohen Lederstiefeln, gepolsterter langer Hose, Brustpanzer, Knie- und Ellenbogenschoner. Helm und Handschuhen besteht  der  wirkungsvolle Körperschutz. Trialprofi Elmar  erzählt, erklärt, wiederholt. Grundfahrtechniken, korrekte Haltung, Kurventechnik, das  richtige Anheben des Vorderrades vor Hindernissen,  Gewichtsverlagerung.
Anika, nach der ersten Trialwanderung: „Elmar macht vor, ermuntert,  aber ist trotzdem ganz nah,  wenn es drauf ankommt. Das hat uns Frauen besonders gut gefallen. Deshalb haben wir uns mit der Zeit immer mehr getraut und auf den handtuchbreiten Steilpfaden nur nach vorn geschaut. Mein Mut machte mich im Nachhinein manchmal sprachlos.  Doch er wurde belohnt durch grandiose Ausblicke“.

Doch auch den hartgesottenen Off-Roadern vibriert spätestens am dritten Tag der Quadriceps fermoris  im Oberschenkel. Das permanente Stehen auf den Fußrasten,  die leicht gebeugte Haltung, die lenkenden Arme und die bremsbereiten Finger kosten Kraft und attackieren die Ausdauer. Da kann schnell die Konzentration nachlassen und deshalb schlägt der Trainer eine längere Pause vor. Eine gute Gelegenheit, ein paar Tipps einzustreuen.

 

 

„Brems- und Kupplungshebel sollten ziemlich weit, fast Waagerecht, oben stehen. Wenn Du bergab fährst und den Körper nach hinten verlagerst, musst du ihn aber noch gut erreichen können“. Auch  stellt Elmar deutlich mehr "Spiel" ein, damit die größere Kraft näher beim Lenker ist.

Rosi (29), Diplom-Ingenieurin aus München,  erfuhr durch  Mundpropaganda eines Kollegen von der Trialschule. „Der Typ erzählte dermaßen begeistert, dass ich spontan die Pyrenäentour buchte. Ich besitze zwar den Motorradführerschein aber Geländeerfahrung hatte ich keine. Unsere Gruppe erwischte  ein paar Regentage, in dem sich das Terrain in eine glitschige Rutschbahn verwandelte.  Aber gerade das hat mir geholfen, Erfahrungen in Ausnahmesituationen zu gewinnen“.

Marcus: „Wenn die Hondas nach dem Trail gereinigt,  die Ketten geölt und nachgetankt ist,  kommt die Zeit für ein Bier. Staubbier nennen wir es, aus gutem Grund.  Wir lachen uns an, schütteln den Staub ab, freuen uns auf das Abendessen und wissen – morgen wird es noch besser!“


Autor: Jan Westphal
Foto: Westheide

Jan Westphal
Bleke 2a
46342 Velen
www.janwestphal.com
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13.11.2011: Thanksgiving - Biker-Genuss

Der Übergang vom Spätsommer zum Herbst fällt genau in die Erntezeit: Allenthalben kann man in diesen Wochen in großer Auswahl und Farbenpracht frische Produkte aus der Landwirtschaft erhalten. Gerade das Gebiet rund um Berlin ist durch zahlreiche Anbieter regionaler Produkte gekennzeichnet. Grund genug, einige davon als Ziele und Zwischenstopps für eine sonntägliche Ausfahrt mit dem Motorrad zu nutzen, bevor die nasse Jahreszeit der kommenden Wochen keinen Hund hinterm Ofen und kein Motorrad aus der Garage locken kann.

Wir haben uns für unsere Erkundungstour die Region südwestlich von Berlin vorgenommen. Hier fallen gewiss jedem die Obstplantagen rund um Werder oder so manch ein großer Spargel- oder Kürbishof ein, in dem die Bewirtung der Gäste fast schon hochprofessionelle Züge annimmt. Für unsere Sonntagstour hatten wir etwas anderes im Auge: Kleine, fast schon verträumte Anbieter sollten die Zwischenstopps auf unserer Runde setzen.

 

weiter siehe:  http://www.motorrad-tourer.com/eigene-reiseberichte/86-13112011-thanksgiving-biker-genuss

 

Fred-D. Zagrodnik

Motorrad-Tourer.com

Schreberstr. 16

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+49 - (0)177 - 326 02 77

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Kulthüringen 2011

Mit dem Motorrad in die Berge, das ist für uns Berliner und Brandenburger leider nichts für eine kleine Feierabendrunde. Aber wer mal ein verlängertes Wochenende zur Verfügung hat, kann durchaus auf seine Kosten kommen. In nur wenig mehr als zwei Stunden Anreisezeit liegt mit dem Thüringer Wald ein äußerst interessantes Ziel fast schon vor unserer Haustür. Dabei muss man sich nicht nur auf gut ausgebaute Straßen und das kurvige Überwinden zahlreicher Höhenmeter beschränken: Thüringen hat ein viel breiteres Spektrum zu bieten, wie ich zusammen mit Simone Gottwald, der Inhaberin vom motorradhotel-berlin.de, im wahrsten Sinn des Wortes auf einer viertägigen Rundreise erfahren durfte....

weiter siehe http://www.motorrad-tourer.com/eigene-reiseberichte/85-kulthueringen-2011

Simone Gottwald (Motorradhotel-Berlin.de)
Fred-D. Zagrodnik (Motorrad-Tourer.com)
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25.10.2011: Südfrankreich: Motorrollertouren durch die Haute-Provence

Die Haute-Provence ist der nördliche, an die Seealpen grenzende Teil der Provence. Die Landschaft ist ein wenig rauer und deutlich weniger besiedelt als die „klassische“ Provence. Natürlich und von der Sonne reichlich bedacht. Tief eingeschnittene Täler und Schluchten wechseln sich hier mit einsamen Hochebenen ab. Der Massentourismus hat das Hinterland der Provence noch nicht erreicht. Vor allem in der Vor- und Nachsaison ist in den zahlreichen Dörfern der Haute-Provence kaum etwas los und die Landwirtschaft

 

 

bestimmt noch vielfach den Lebensrhythmus der Menschen….Weiter geht es unter >>> http://www.motorroller-info.de/html/provence_2011_1.html

Text/Fotos:

Ralf Beelitz
Bocholter Weg 13
41334 Nettetal
Tel.02153/3827

 

05.09.2011: Von den Ebenen des Niederrheins zu den Höhen der österreichischen Bergwelt

 

Tennisarm vom Gasgeben, Rücken verspannt – aber schön war es!

 


An den Ufern des Rheins entlang geht es von Nettetal bis nach Koblenz, wo ich am Fuße der Festung Ehrenbreitstein den breiten Strom überquere. Bald darauf taucht das Örtchen Braubach, überragt von der mächtigen Marksburg, eine der schönsten deutschen Burgen, vor mir auf. Ich erklimme mit meiner Honda Silver Wing 600 in weiten Kurven, die wunderbar zu fahren sind, die Taunushöhen. Dichter Wald, der immer wieder Blicke auf die Höhen des Naturparks freigibt, begleitet mich. Ich überquere die Passhöhe der „Hohen Wurzel“ in beachtlichen 570 m Höhe und habe bald darauf auch schon die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden erreicht, wo ich eine Übernachtung einlege....Weiter geht es unter >>> http://motorroller-info.de/html/osterreich.html

Ralf Beelitz
Bocholter Weg 13
41334 Nettetal
Tel.02153/3827

 

Juni 2011: Motorrad-Pilgerreise auf der Via-Slavica von Warschau nach Rom

„Warschau ist schön“ war mein meist gehörter Satz, als ich vor der Tour erzählte, was ich vorhabe. Mich durchzuckte es jedes Mal, weil ich nicht wusste, wie ich mit diesen Aussagen umgehen sollte: ich hatte bisher persönlich noch keinen positiven Eindruck von Warschau bekommen und habe diesen Startpunkt meiner Via Slavica auch nur gewählt, weil die Historie dies so erfordert:

 

Der osteuropäische Pilgerweg – auch Via Slavica, Romstraße der Slawen oder Weg der Slawen genannt – begann in Warschau, wo sich die Pilger aus dem Norden Polens sammelten, um in Richtung Tarvis in Italien zu reisen.

 

Weiter geht es unter www.Via-Slavica.Motorrad-Tourer.com/tagebuch

 

Fred-D. Zagrodnik
Motorrad-Tourer.com
Motorrad-Presse.com
Via-Slavica.eu
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D - 14167 Berlin
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03.07.2011: Fahren wie Gott in (Süd-)Frankreich

Text: Dirk Heines

Fotos: Bogun / Peiran

 

Die Idee

Genau rechtzeitig, tief in der gerade für Motorradfahrer schwer zu ertragenden Winterdepression kommt der erlösende Anruf! „Wie sieht’ s aus mit ´ner Moped-Straßentour in der Ardeche in Südfrankreich? So gegen Ende April!“

Die für Familienväter nicht mehr rhetorische Frage kommt vom Motorradreiseveranstalter EndurofunTours (www.endurofuntours.com), der zu einer Presseveranstaltung einlädt.

Während es draußen noch schneit und sch...kalt ist, sehe ich plötzlich die für mich noch imaginären Kurvenkombinationen, die sich entlang der Felsmassive entlang schlängeln. Weit unten in den Schluchten spiegeln die meandrierenden Flüsse im Sonnenlicht und verschwinden im grünen und felsigen Horizont............herrlich! Da muss ich hin!

Das Departement Ardeche, ein ca 135 km mal 90 km großes Gebiet westlich der Rhone – das ist da, wo das Mittelmeer nur noch einen Katzensprung entfernt ist, und wo die Temperaturen im April schon in den absolut angenehmen Bereich hineinragen und ein mediterranes Feeling versprühen. Im Südosten Frankreichs, am östlichen Rand des Zentralmassivs gelegen.

Kurz aber heftig abgesunken in diesen frohlockenden Gedanken sage ich natürlich zu.

Als halber Wikinger brauche ich natürlich heutzutage keine Schiffe mehr auf Baumstämmen über Land zu rollen, dennoch mache ich mir natürlich Gedanken, die 1600 km lange Strecke ins Zielgebiet so hinzubekommen, dass ich auch ohne eckige Motorradreifen in Südfrankreich ankomme, zumal ewig lange Autobahnetappen nicht wirklich was mit Mopedfahren zu tun haben. Da ich bereits mehrfach gute Erfahrungen mit dem DB AutoZug gemacht habe, beschließen wir, auch dieses mal auf die Möglichkeit des Schlafens während des Fahrens zurückzugreifen. Genauer gesagt heißt das in unserem Fall von Hamburg Altona nach Lörrach, das günstig im Dreiländereck Deutschland, Schweiz, Frankreich liegt. Von Lörrach aus bis zu unserem ersten Anlaufpunkt in der Ardeche verbleiben dann noch ca. 630 km, die gut an einem Tag über die französiche Autobahn machbar sind. Allerdings muss man hier mit ca. 32€ Mautgebühren rechnen.

 

Nun geht’s los

Überlegt, gesagt, getan, befinde ich mich also nach kurzer Vorfreude und Planungszeit samt Kollegen am Verladeterminal in HH-Altona. Bereits hier beginnt für mich das Urlaubsfeeling. Man kommt sofort in Kontakt mit anderen Motorradfahrern, die entweder wieder heim wollen, oder auch auf dem Weg in den Süden sind. Irgendwie alles in allem einfach `ne gute Stimmung mit genügend Gesprächsstoff in einer Solidargemeinschaft. Die Angestellten der Bahn verzurren die Mopeds fachgerecht, nachdem man sie mit eingezogenem Kopf auf die Anhänger gefahren hat.

 

Bild 1: Autozug

 

Ohne steifen Nacken oder anderen schmerzenden Körperteilen oder Autobahntinitus erreichen wir relativ fit am nächsten Morgen Lörrach, von wo es dann wieder auf die Mopeds Richtung Süden weitergeht.

 

Schluchten, Flüsse, Wälder und......Kurven ohne Ende

Auffallend für uns Nordmänner während der Autobahnetappe ist die Tatsache, dass sich die Natur im April schon in voller Blüte präsentiert, während wir im Norden deutlich hinterher hinken. Bei schönstem Sonnenschein erreichen wir abends unser Ziel im Süden der Ardeche. Schon jetzt beeindruckt die hügelige Landschaft in einer anderen Flora und Fauna mit ihren idyllisch gelegenen Häusern aus Naturstein.

 

Bild 2: Ortsdurchfahrt

 

Die volle Pracht der Landschaft erschlägt mich aber erst am nächsten Tag als wir uns auf der bekannten Panoramastraße zwischen Vallon Pont’d’Arc und St. Martin d’Ardeche entlang der Ardeche befinden. Ein „Muss“ für jeden Motorradfahrer, allerdings auch für jeden anderen Touristen. Deshalb sollte man sich zur Touristenzeit hier auf jeden Fall auf Gegenverkehr einstellen. Da wir uns im April zu einer guten Zeit dort befinden, kommt der Fahrspaß nicht zu kurz. Kurve an Kurve reiht sich auf der gut befahrbaren Straße, wobei etliche Aussichtspunkte für beeindruckende Blicke in die bis zu 350 m tiefen Schluchten und in die Ferne sorgen. Müsste man beim Fahren nicht auf die Straße achten, würden die Blicke ständig entlang der sagenhaften Umgebung wandern.

 

Bild 3: Blick in eine von vielen Schluchten

 

Eigentlich muss man die Strecke mehrmals fahren! Mindestens einmal um des Fahrspaß willens und mindestens einmal zum Staunen und Fotografieren. Vier Millionen Jahre ist es her, dass die Ardeche als reißender Bach begann das Tal langsam in spektakuläre Schluchten zu verwandeln. So ist einer der schönsten Canyons Frankreichs entstanden, der heute auf unterschiedlichste Weise von den Menschen erkundet wird. Nicht nur wir Mopedfahrer haben hier unseren Spaß, sondern auch Kanuten (massenweise Kanuverleihstellen und Campingplätze), Radfahrer (gutes Training), sowie Wanderer, Geocacher und nicht zu vergessen die Touristen mit den vierrädrigen Vehikeln. Ein besonderer Punkt an der Panoramastraße ist der von der Ardeche auf natürliche Weise gebildete 66m hohe Brückenbogen Pont d`Arc.

 

Bild 4: Pont d’Arc

 

 

Höhlen, Wein und gute Stimmung

Dass die kalkreiche Landschaft durch Sedimentierungen und unterirdischen Wasserläufen aber auch in anderer Weise eindrucksvoll geprägt wurde, hat uns der in der Ardeche hängengebliebene Belgier Willem in einer einstündigen Führung durch die Drei-Sterne-Höhle Aven D’Orgnac (4. sogenannte Grand Site de France) humorvoll und in gutem Deutsch erklärt.

 

Bild 5: Aven D’Orgnac

 

Als wir auf seine abschließende Frage, ob wir noch wüssten in welcher Richtung der natürliche Eingang der Höhle läge, alle fragend in die falsche Richtung zeigten, meinte Willem das das grundsätzlich richtig wäre, nur müssten wir dann ca. 40000 km gehen! Noch beeindruckt von dieser sehenswerten Führung, setzen wir unsere Rundreise fort und machen einen tollen Fotostopp bei Aiguèze

Bild 6: Aiguéze

 

Von hier hat man einen traumhaften Blick auf die alten Burgmauern des Dorfes, sowie über die Landschaft, durch die sich die Ardeche hindurchschlängelt. In der Ferne ist die Brücke des nicht weit entfernten St. Martin D’Ardeche zu erkennen, das mit zu den schönsten Dörfern der Region zählt. Über St. Martin D’Ardeche gelangen wir abends zu unserem Hotel in Bourg St. Andéol. Als besonderes Highlight werden wir aber nicht dort zu Abend essen, sondern folgen einer Einladung zu Raphael und Rachel Pommier, einem jungen Winzerehepaar, das in der Domaine Notre Dame de Cousignac in der siebenten Generation Wein herstellt. Raphael führt uns über die Weinfelder des Betriebes zu seinem gemütlichen Repräsentationshäuschen, wo die Weinprobe mit Beilage nicht zu kurz kommt.

 

Bild 7: idylischer Blick beim Weingut Notre Dame de Cousignac

 

 

Bild 8: Weinprobe bei Raphael

 

In verschmitzter Weise und immer für eine Anekdote gut, erklärt Raphael uns nicht nur die Herstellung des Weines und die Eigenarten des Weinanbaus, sondern auch wie die Region jenseits jeglichen Konkurrenzdenkens unter dem Gütesiegel der Ardeche (AOC) gerade dabei ist ein Label zu etablieren. Eine totale Identifikation dieser dort lebenden und tätigen Menschen mit der Region Ardeche wird hier deutlich. Nicht nur für die Einheimischen, sondern auch für die Touristen interessant, sind die vielfältigen Feste, die sich um die verschiedenen Erzeugnisse aus der Region drehen. Hier ist Spaß, Essen, Wettbewerbe, Probieren und Gucken angesagt. Schließlich wird der Abend mit einem geschmackvollen mehrgängigen Abendessen unter anderem mit Rehkeule abgerundet, das liebevoll von seiner amerikanischen Frau Rachel zubereitet wurde. Nebenbei vergisst Raphael nicht, die Luft aus den Weingläsern zu entfernen. Zusammen sitzen wir einige Stunden, um gespannt Raphaels Ausführungen und witzigen Anekdoten zuzuhören. Die Stimmung ist locker und lustig, nicht nur dank des Weines, sondern hauptsächlich aufgrund Raphaels lockerer und witziger Art, die aber auch gleichzeitig viel Kompetenz, Erfahrung und Überzeugungskraft ausstrahlt. Hier scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Empfehlenswert ist es, hier auf einer Rundtour Station zu machen, denn Raphael und Rachel bieten demnächst auch bead & breakfast an. Kinder sind hier übrigens auch herzlich willkommen, schließlich haben Raphael und Rachel selbst vier kleine bildhübsche Mädels.

 

Dörfer mit Charme und Charakter, Nebenstraßen

Bei der weiteren Entdeckung der durch die Seidenraupenzucht im 19. Jahrhundert zu wirtschaftlichem Fortschritt gekommenen Region, ist es empfehlenswert, die Hauptstraßen zu vermeiden und über die wenig befahrenen und sehr kurvenreichen Nebenstraßen das Fahren zu zelebrieren. Immer wieder stößt man auf die alten Dörfer mit Charme und Charakter, in denen viele alte Gebäude aus dem 16. Jahrhundert überlebt haben.

 

Bild 9: typisches altes Dorf

 

18 dieser Dörfer haben sich zu dem Villages de caractère zusammengeschlossen und gehören laut des Comité départemental du tourisme (CDT) zu den schönsten Dörfern Frankreichs. Der Spitzenreiter soll das Dorf Balazuc sein, das natürlich auf unserer Strecke liegt. Auf dem Weg dorthin passieren wir das herrliche Ibie-Tal

 

Bild 10: Fahrfotos Ibie-Tal

 

Wieder eine Augenweide und Fahrgenuss pur! Irgendwie lässt sich das gut aushalten! In Balazuc angekommen zwingt uns das alte über eine Brücke zu erreichende Dorf in seiner herrlichen Lage förmlich dazu, einen Stop einzulegen. Ein Bummel durch die engen Gassen, während des Kaffetrinkens, einen Blick auf die Kanufahrer und Kletterer zu werfen, sowie die digitalen Fotoapparate an die Grenzen der Speicherkapazität zu bringen, ist hier einfach zwingend erforderlich

Bild 11: Kurve vor Balazuc

 

Benebelt von Lavendel und Maronen

In Saint-Remèze laufen wir einen weiteren kulturellen Punkt an. Dort wird im Musée de la Lavande erklärt, wie die Herstellung und Produktion von Lavendel damals und heute abläuft. Empfehlenswert ist ein Einführungsfilm der unter anderen Sprachen auch die Option bietet, den Film auf Deutsch zu betrachten. Noch besser kommt natürlich die Führung durch das Museum, die nämlich wieder mal, dank des französischen Museumsführers, unsere Zwerchfelle und Bauchmuskeln reizt. Sehr schön seine Erklärungen wie Lavendel u.a. zur Beruhigung genutzt werden kann. Die schon durch die Ägypter entdeckte Pflanze bietet nach der Destillation ein breites Nutzungsspektrum. Mit seinen ätherischen Ölen, wird Lavendel nicht nur für Arzneimittel und Wundheilung genutzt, sondern auch zur Herstellung von Parfum. Heutzutage treten allerdings immer mehr synthetische Produkte in Konkurrenz. Angestiftet durch die damalige schwere Ernte per Hand und den damals üblichen Picknickpausen, beschließen wir kurzfristig uns ebenso in diese Zeit zu versetzen, allerdings mit Verzicht auf die harte Erntearbeit und mit sofortigem Übergang zum zünftigen, französischen Picknick mit Baguette, geräucherter Wurst, verschiedenen Sorten von Ziegenkäsen usw. Benebelt vom Lavendelduft und vollen Mägen, in der Sonne brutzelnd, vergessen wir beim Blick in die Ferne fast das Mopedfahren! Zeit uns mal wieder auf die Böcke zu schwingen und Kurven aufzusuchen, was nicht wirklich schwerfällt. Irgendwie scheint man hier überall abbiegen zu können, um von einer schönen kurvenreichen Gegend in die nächste zu kommen.

Bild 12: typische Fahrfoto aus dem Departement Ardeche

 

Bild 13: weiteres typische Fahrfoto aus dem Departement Ardeche

 

Schließlich ankern wir nach vielen Kurven und bereit für eine weitere Pause in Joyeuse, wo die Deutsche Ulla Falke das Museum der Edelkastanien leitet. Nichts ahnend und eher gelangweilt bereite ich meinen Mitstreitern den Gefallen ins Musée de la Châtaigneraie einzutreten. Was kann es hier besonderes geben? Pah, Kastanien! Das sind doch diese harten nichtsnützigen Dinger mit denen man als Kind immer andere mit gezielten Würfen geärgert hat, oder bei denen man Streichhölzer angeklebt hat, um irgendwelche lustigen Figuren zu basteln. Schnell wurde ich aber von der charmanten Museumsleiterin in meinem nun über vierzigjährigem Weltbild von Kastanien erschüttert. Ich ertappe mich dabei, dass ich diesbezüglich rein gar nichts weiß und beruhige mich innerlich damit, dass ich wenigstens gut werfen konnte! Den von der Edelkastanie damals lebenden Menschen zur Ehre, bin ich von nun an ein aufmerksamer Hörer und Beobachter und bin gleichermaßen fasziniert von den damaligen harten Lebensumständen und den Möglichkeiten, die die Edelkastanie, auch Marone genannt, den Menschen damals geboten hat.

 

Bild 14: keine Neandertaler, sondern Demonstration der damaligen Werkzeuge der Maronenernte

 

Ob als vielfältig einsetzbares und zuzubereitendes Lebensmittel, Baustoff oder Färbemittel, hat die Marone vielen Menschen Arbeit und Nahrung geboten. Erst durch die Einführung des Maulbeerbaumes mit seinem natürlichen Schädling der Seidenraupe, ging die Ära der Esskastanie zu Ende. Heute werden nur noch ca. 5000-6000 ha mit den Edelkastanien angebaut, wogegen es damals 60000 ha waren, allerdings unter den damaligen harten Erntebedingungen. Heutzutage ist die Edelkastanie zum Kulturgut erklärt und steht ebenso unter dem Gütesiegel der AOC. 5500 Tonnen verteilt auf 500 landwirtschaftliche Betriebe produzieren heute immerhin 50% der gesamten Esskastanienproduktion Frankreichs. Ca. 1000 Menschen sind in diesem Produktionszweig in der Ardeche noch tätig. Abgelöst wurde die wirtschaftliche Hauptblütezeit der Edelkastanie, wie schon erwähnt, durch die Seidenraupenzucht, die Wohlstand und Fortschritt in die Region brachte. Heutzutage lebt die Ardeche mit seinen ca. 300000 Einwohnern hauptsächlich vom Tourismus, dem Wein- und Olivenanbau, sowie einer kleinen Schmuckindustrie.

 

Und Geld beruhigt doch!

Natürlich wurden wir auch von Frau Falke mit den Produkten der Marone verköstigt, so dass wir zum Abschied nicht mit leeren Mägen wieder auf die Mopeds steigen müssen. Nun geht es über .......richtig.........kurvige Straßen zu unserem heutigen Übernachtungsdomizil dem auf ca. 400 m hoch gelegenen Hotel la Tour de Brizon in Sanhilac. Hier kocht der Chef Claude noch persönlich!

 

Bild 15: Chef des Hotels la Tour la Brison

 

Nachdem uns die Zimmer zugewiesen wurden, erkenne ich, dass nicht alles schlechter wird, wenn man auf die 50 zugeht. Just in diesem Moment, bin ich froh, nicht mehr mit dem Zelt unterwegs sein zu müssen. Auch beim anschließenden exzellenten 1000-Gänge-Menü erkenne ich, während ich von meinem Platz einen Blick auf das Tal werfe, die Vorzüge, mittlerweile besser genießen zu können.

 

Bild 16: typischer französischer Standardgang zwischen Hauptmahlzeit und Dessert

 

Eigentlich wollen wir dieses ruhig gelegene Hotel am nächsten Tag gar nicht wirklich wieder verlassen. Hier möchte man sich länger aufhalten, aber dafür brauche ich definitiv einen anderen Job!

 

Pässe fahren

Schweren Herzens verlassen wir diesen Genusstempel in Richtung Tarnargue-Gebirge. Waren wir in den letzten Tagen vom trockenen Mistral verwöhnt, der schönes Wetter bescherte, erwischt uns an diesem Tag der Südwind, der regnerisches Wetter besorgt. Gut ausgerüstet treten wir trotzdem den Weg in das Gebirge an. Über zahlreiche Serpentinen erklimmen wir den 1308 m hohen Pass Croix de Bauzon.

 

Bild 17: oben am Pass Croix de Bauzon

 

Auf dem Weg hierher strahlen wir trotz des Wetters über alle vier Backen. Es entsteht ein absolut alpines Fahrgefühl, was in dieser Gegend nicht wirklich erwartet wurde. Wieder einmal positiv überrascht von der landschaftlichen Vielfalt und Schönheit und der nun 100 %-igen Gewissheit, dass sich hier wirklich jede Straße lohnt, fahren wir auch sogleich über den zweiten Pass, den 1370 m hoch gelegenen Col de Mayrand. Mopedwedelnd geht es wieder talwärts durch das Val de Gorges. Auch hier wieder hin-und hergerissen von optischen Reizen und dem Fahrvergnügen. Man hat es wirklich nicht leicht als urlaubender Motorradfahrer in dieser Gegend!

Zum Abschluss des Tages landen wir auf einem kleinen Weinfest in Rosières. Dort empfängt uns der Winzer David in seinem Betrieb und zeigt uns seinen Weinkeller, während der deutsche Auswanderer Wilhelm Sudden übersetzt. Natürlich darf auch hier die Weinprobe nicht fehlen. Wer schon einmal eine Weinprobe gemacht hat, weiß, dass man den Wein nicht immer komplett trinkt, sondern wie in einem guten alten Western stehen natürlich Behälter bereit, in dem das gute Zeug wieder hineingespuckt wird. Da wir nämlich noch nach Le Vans zu unserem nächsten Hotel fahren wollen, wird die Weinprobe dieses mal leider nicht ausgenutzt!

 

Bild 18: auf dem Weinfest in Roziére

 

Wer dies bei David mal ausprobieren möchte, kann dort übrigens auch nächtigen.

 

Motorradsammlung

Das Ende unserer kleinen dreitägigen Rundreise ist der Besuch des Ortes Le Vans, von wo wir unsere Tour auch begonnen haben. Les Vans ist eine Gemeinde, die südlich des Flusses Chassezac am Rande der Cevennen liegt.

 

Bild 19: am Chassezac

 

Der Ort gilt als Tor zum regionalen Naturpark Monts d’Ardeche. Unser Hotel ist ein altes umgebautes Kloster aus dem 16 Jahrhundert, das Le Carmel. Vom alten Charme eines Klosters beeindruckt, werden wir auch hier wieder kulinarisch verwöhnt und runden die Tour ab.

Wer in Les Vans ist, sollte nicht verpassen Albert Froment, Jahrgang 1921 zu besuchen. Dieser hat nämlich nicht nur alte Geräte aus der damaligen Olivenfabrik aufbewahrt, sondern was für uns Mopedfahrer ja noch viel wichtiger ist, alte Motorräder. Liebevoll und funktionstüchtig restauriert, stellt er auf seine individuelle, lustige und kautzige Art seine Exponate dar. Das älteste Motorrad ist von 1904.

 

Bild 20: Albert Froment mit einem Teil seiner Motorradsammlung

 

Ebenso sind dort alte Draisinen und Laufräder, sowie alte Autos zu besichtigen. Das ganze eher in privater Umgebung und den Stellplatzmöglichkeiten seiner alten und neuen, modernen Olivenfirma. Vom office de tourisme des vans, hat uns Leonore Girard mit Hilfe ihres Vaters geholfen den alten, rührigen Sammler sprachlich zu verstehen.

 

Fazit:

Ob als Motorradfahrer oder normaler Tourist, lohnt sich der Besuch der Ardeche allemal. Mit seiner tollen Landschaft mit vielen Schluchten und Flüssen, und den vielen Möglichkeiten der körperlichen Ertüchtigung, oder dem kulturellen Angebot, ist für jeden etwas dabei. Ganz speziell lädt die Gegend natürlich für uns Motorradfahrer ein, weil es hier wirklich ein Kurvenparadies ist. Abgesehen von den unbedingt zu besuchenden Punkten wie die Panoramastraße mit dem Pont d’Arc und solchen Dörfern der Villages de caractère wie z.B. Balazuc, bietet die Ardeche viele sehr kurvige und kaum befahrene Landstraßen über Berge und durch atemberaubende Täler. Ebenso findet man in diesem mediterranen Klima alpines Fahrgefühl auf den hochgelegenen Pässen (der höchste Punkt ist der Berg Mézenc mit 1754 m), so dass man hier wirklich fahren und essen kann wie Gott in (Süd-)Frankreich.

 

 

 

 

Infokasten zu unserer Tour:

 

Tourismusinformationen:

(Tips, Karten, Broschüren, Zahlen, Fakten, Verzeichnisse Adressen Unterkünfte, Campingplätze, Restaurants, Museen usw.)

AGENCE DE DEVELOPPEMENT TOURISTIQUE DE L’ARDECHE

4 cours du Palais – 07000 PRIVAS

Nathalie Sisteron (spricht deutsch)

Tel. +33 (0)4 75 64 07 18

Fax +33 (0)4 75 64 23 93

e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Tourismusbüro Zentrale

Tel. +33 (0)4 75 64 04 66

Fax +33 (0)4 75 64 23 93

Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

www.ardeche-guide.com

 

Organisierte und geführte Motorradtouren

on- und offroad

 

ENDUROFUN TOURS

Postfach 43

25710 Burg / Dithmarschen

Tel. +49 (0) 48 25 / 16 95

e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

www.endurofuntours.com

 

Unterkünfte

Hotel Le Carmel

Raymond Rushforth

07140 Les Vans

Tel: +33 (0)4 75 94 99 60

Fax : +33 (0)9 59 61 80 37

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www.le-carmel.com

 

 

Hôtel le Prieuré

1, quai Fabry.

07700 BOURG SAINT ANDEOL

+33 (0)4 75 54 62 99

 

www.hotel-restaurant-leprieure.com

 

 

Hotel la Tour de Brizon

Claude Belin

La Chapelette

07110 Sanilhac

Tel: +33 (0)4 75 39 29 00

Fax : +33 (0)4 75 39 19 56

e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

http://www.belinbrison.com

 

Weinprobe + Unterkunft

Raphael Pommier

Domaine Notre Dame de

Cousignac

07700 Bourg-Saint-Andéol

Mob. +33 (0)6 16 17 61 64

Fax : +33 (0)4 75 54 68 53

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www.notre-dame-de-cousignac.com

 

 

Caveau la Cévenole

Kontakt : Magalie

Wilhelm Sudden (D)

Tél : +33 (0)4 75 39 90 88

 

www.cavelacevenole.com

 

Sehenswerte Museen:

Besichtigung der Motorradsammlung und

Olivenmühle von Albert Froment.

10 Route des Cévennes

07140 Les Vans

Tel +33 (0)4 75 37 34 88

 

www.moulin.froment.free.fr/

 

 

Höhle Aven d'Orgnac © grand site de France,

(Besichtigung auf deutsch oder Englisch)

Tel: +33 (0)4 75 38 65 10

Fax : +33 (0)4 75 38 66 40

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www.orgnac.com

 

 

Lavendelmuseum

Musée de la Lavande

(Besichtigung auf englisch, Film auf deutsch)

Route des Gorges - D 490

07700 Saint-Remèze

Tel : +33 (0)4 75 04 37 26

Fax : +33 (0)4 75 04 23 66

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www.ardechelavandes.com

 

 

Kastanienmuseum

(Besichtigung auf deutsch)

Ulla FALKE

BP 30 - 07260 Joyeuse

Tel : +33 (0)4 75 39 90 66

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www.musee-chataigneraie.fr

 

 

Anreise aus Norddeutschland:

DB-Autozug von HH-Altona nach Lörrach, danach ca. 630 km Anreise per Motorrad

DB-Autozug nach Narbonne (Südfrankreich) auch möglich. Auf Termine achten!

www.dbautozug.de

 

 

 

 

 

 

 

Karl-May-Feeling inclusive: Mit einer Transalp durch das Atlasgebirge und am Atlantik entlang

Wir – Helene & Ralf Voigt aus Köln - waren mit einer Honda Transalp unterwegs in Marokko. Was wir fanden, waren unbeschreibliche Landschaften und tolle Begegnungen mit einer fremden Kultur, die wir in einem langen Reisebericht mit vielen Fotos verarbeitet haben.

 

 

Bei den ersten Touren waren wir immer in den niedrigeren Ausläufern des Atlas-Gebirges unterwegs, diesmal ging es aber hinein ins Gebirge. Ziel waren die Wasserfälle von Imouzzer und der Weg dorthin führte uns über einsame Paßstraßen auf bis zu 2.000 Meter Höhe.

 

Mohamed Gam, der Motorradvermieter, rief uns vor dem Start noch mal an und schärfte uns ein, dass wir auf jeden Fall genug Wasser mitnehmen und die Transalp voll auftanken sollten, denn wir würden stundenlang keinen Menschen sehen und keine Tankstelle ansteuern können. Er sagte, dass wir oben in den Bergen bis zu 45 Grad Hitze erwarten könnten. So war es dann auch.

 

 

Dieses Mal führte uns die Route nordöstlich von Agadir. Wir fuhren zunächst über die N 1 bis nach Aourir. Dort ging es dann rechts ab in Richtung Berge. Noch ein, zwei kleine Dörfer und wir waren wieder mitten im Nix. Die Straße, immerhin asphaltiert, war knapp drei Meter breit und an den Rändern ging es teilweise hunderte Meter die Abgründe runter. Nur vereinzelt gab es Leitplanken. Wer da einen Abflug macht, verabschiedet sich für immer und dient nur noch als gefundenes Fressen für die Geier...

 

Von Mustafa, unserem Jeepfahrer am ersten Tag, hatten wir erfahren, dass man im Gebiet um das kleine Dörfchen Tamrahrt ou Fella häufig Fossilien finden könne. Er wollte uns unbedingt überreden, mit dem Jeep dort hin zu fahren - nun ja, jetzt kamen wir halt mit dem Motorrad da an, sorry Mustafa.

 

 

Ein paar Kilometer, bevor wir das Dorf erreichten, hörten wir hinter uns immer näher kommendes Sirenengeheul. Da das immer lauter wurde und offenbar aus mehreren Quellen bestand, zogen wir es vor, bei nächstbester Gelegenheit die nur drei Meter breite Straße zu verlassen und an einem kleinen Bachlauf zu warten. Eine gute Entscheidung, denn keine zwei Minuten später preschten in irrem Tempo zwei Polizeimotorräder vorbei, denen eine ganze Kolonne S-Klasse-Limousinen folgte; hintendran noch ein Krankenwagen und nochmal jede Menge Polizei. Der ganze Spuk zog in Sekundenschnelle an uns vorbei. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn die uns an einer der Engstellen am Abgrund "erwischt" hätten.

 

Später erfuhren wir dann, dass der König von Saudi-Arabien an uns vorbei gefahren ist - bestimmt jedoch nicht, um Fossilien zu suchen...

 

 

Da wir nun schonmal da am Straßenrand standen, machten wir wieder eine ausgedehnte Pause und wir fanden dann nach wenigen Minuten unser Fossil. Kein Brüller à la Saurierknochen oder Flugdrachen, sondern "nur" ein versteinerter Ammonit - aber eben selbst gefunden und nicht im Shop im Dorf gekauft.

 

Weiter wollten wir nicht suchen, denn auch das hier war klassisches Kobra-Territorium. Immer am Rand des Abgrunds lang ging es dann ins Vallée de Paradis, Paradise-Valley oder wie wir sagen würden: Ins Paradiestal. Vallée de Paradis ist keine offizielle Bezeichnung, aber das Tal hat seinen zutreffenden Namen wegen der atemberaubenden Landschaft bekommen: Ein Canyon in grün, gold und rot. Hinter jeder Kurve werden einem neue unvorstellbare Eindrücke präsentiert. Das Tal wäre es wert, Weltkulturerbe zu sein.

 

 

Man findet das Tal zwischen Tamrahrt ou Fella und Imouzzer (korrekt eigentlich: Imouzzer Ida Ou Tanane); verfehlen kann man es nicht und bemerken wird man es ganz sicher, denn die unbeschreiblichen Eindrücke hauen einen fast um. Das Tal und die umliegenden Gebiete werden noch heute vom Berberstamm der Ida Outanane bewohnt.

 

Wenn man das Tal durchfahren hat, geht es stetig aufwärts nach Imouzzer, ein kleines Dorf in den Bergen auf ca. 1300 Meter Höhe gelegen - die Gipfel der Berge in der Umgebung sind zum Teil bis zu 4100 Meter hoch. Durch Imouzzer führt nur eine Straße und dort gibt es dann nur eine Abzweigung, beschildert mit "Cascades" (Wasserfälle). Die Wasserfälle befinden sich in knapp vier Kilometer Entfernung. Schon während der Anfahrt kann man sie eindrucksvoll von der Straße aus sehen.

 

 

In der Nähe von Imouzzer fragten wir einen älteren Einheimischen nach einer Wegempfehlung für die Strecke nach Tamri am Atlantik. Bevor er uns den gewünschten Hinweis gab, fragte er uns erst nach unserem aktuellen Tankinhalt und dem Wasservorrat. Nach groben Schätzungen hatten wir noch 6-8 Liter Sprit im Tank und noch vier Flaschen Wasser im Topcase. Die Transalp hatte die Bergsteigerei mit zwei Personen doch schon mit einem gehörigen Durst quittiert.

 

Der alte Mann, dessen Gesicht "ledergegerbt" und zerfurcht war wie das umliegende Gebirge, meinte, dass sechs Liter reichen müßten, aber er könne sich natürlich auch irren - Inshallah. Er rief noch einen Jüngeren herbei und fragte ihn, ob sechs Liter reichen würden. Sie können, müssen aber nicht, so lautete auch dessen durchaus zutreffende, aber nicht allzu beruhigende Antwort.

 

 

Jedenfalls gäbe es zwei Möglichkeiten, um nach Tamri zu gelangen, meinte der alte Berber: Die kürzere der beiden Strecken (P 1000 mit 45 km Länge) ginge im ständigen Wechsel bergauf und bergab, während die längere (die P 1002 mit knapp 60 km) nur kurz einmal bergauf und dann stetig bergab verlaufen würde, dort könnten wir das Motorrad auch nötigenfalls im Leerlauf fahren lassen, meinte er. Die kürzere der beiden Strecken sei auch neu und wir würden dort garantiert niemanden antreffen, der uns im Notfall helfen könne, während die längere Strecke etwas belebter sei. Also nahmen wir die längere Strecke zurück zum Atlantik und schafften sie auch. Auf dieser längeren, etwas "belebteren" Strecke trafen wir dann auch ganze zwei Autos...

 

 

Die unbeschreiblich vielseitigen Landschaften, die sich mitunter schnell abwechselten, sind eine Bestätigung für den Spruch: Der Weg ist das Ziel. Alleine die langen Anfahrten zu einem Zielort waren stets ein unvergeßliches Erlebnis für sich. Eine Motorradtour durch Marokko, das waren für uns knapp tausend Kilometer im Land von 1001 Nacht...

 

Unser Fazit: Marokko, wir kommen wieder...Inshallah !

 

Den kompletten Reisebericht inclusive Fotoshow findet man auf der Homepage www.reisetourer.de

 

Ralf Voigt – www.reisetourer.deDiese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Schaffrathsgasse 23a, 50829 Köln

 

Veröffentlichung nur mit Quellenangabe und bei Printmedien nur mit Belegexemplar

 

29.04.2011: Eine Reise zwischen Abenteuer und Grenzerfahrung

Starke Schneefälle in Stockholm sorgten für Verspätung. Das Wetter ist nun mal nicht planbar. Mit ca. 5 Stunden Verspätung landeten wir schließlich in Lulea. Der herzliche Empfang war entsprechend kurz, denn wir wollten noch flott zu unseren Scootern und weiter nach Ebbenjarka. Dort warteten schon Anders & seine Frau mit feinem Rentierfilet und unseren Betten für die erste Nacht auf uns.


Nach einer kurzen Einweisung, hier sind die Schalter für die Griffheizung und dort wird Gas
gegeben, ging es auf eine Nachtfahrt durch Lapplands verschneite Wälder. Es sollte nicht unsere einzige Nachtfahrt werden!  


Nach einem vorzüglichen Nachtmahl und einem Augenzwickern von Anders, zu unserer Idee am
morgigen Tag von Ebbenjarka nach Gällivare non Stopp zu fahren, legten wir uns zur Nachtruhe.
Schließlich sollte es Morgen früh losgehen. Für 8 Uhr war die Abfahrt angesetzt und unser Guide Heiko machte nicht den Eindruck als wolle er diese auch nur annähernd verschieben!


Eisige Kälte begrüßte uns am Morgen beim Blick aus dem Zimmerfenster, also warm anziehen!!!!
Nach einem guten Frühstück und dem verzurren des Gepäcks ging es los zu einem Abenteuer
von dem wir noch lange zehren würden. Das Fahren mit einem Snowscooter ist ein sehr körperaktives. Jede Kurve will erlebt, jede Bodenwelle gespürt werden und wer nicht konzentriert bei der Sache ist landet schnell im Tiefschnee. Hier ist dann die Hilfe und Unterstützung  aller gefordert, denn alleine kommt man nur selten da wieder raus. Reine Teamarbeit!!


Wir machten unsere Sache gut und so kamen wir flott voran. Einzig die schlechte Beschilderung und die Kälte ließen uns Zeit verlieren. So kamen wir erst eine Stunde später als geplant zu unserer ersten größeren Pause. Benzin für die durstigen Scooter, bis zu 20 Liter nehmen sie sich schon mal zur Brust, Pizza und Cola für die Fahrer lieferte Hassan. 

5einhalb Stunden Fahrt und wir hatten erst ein Drittel der heutigen Tagesetappe hinter uns. Doch mutige Männer wie uns schreckt das nicht! Aufgesessen und weiter. Dank Heiko, der des schwedischen mächtig ist und seinem guten
Orientierungssinns, ging es weiter auf dem Mälmens Väg. Ein ca. 191 km historischer Weg. 1745 das erste Mal begangen. Nur im Winter nutzbar, war er für den Erzbau eine wichtige Route von Gällivare, was auch unser Ziel sein sollte, nach Strömsund. 1995 hat König Carl Gustav XVI diesen Weg für den Tourismus eingeweiht.


Vor uns lagen noch eisige 146 km, über zugefrorene Seen und verschneite Wälder. Nach 30 km kurze Pause in Spieken, eine kleine Ansammlung von Häusern in denen nach Voranmeldung übernachtet werden kann. Für uns heißt es aber weiter, weiter zum Polarkreis. Dort wollen wir nachschauen ob für die Übernachtung in 2 Tagen auch genug Holz da ist. Weitere 30 km, es wird dunkel und kälter. Die Temperatur sinkt auf -47°C, der Wind schneidet ins Gesicht.  Das Visier friert durch den  Atem zu, was dazu führte, dass die Sicht gleich null war.


Die einzige Alternative - mit offenem Visier fahren. Dank Heizgriffe und guter Bekleidung, teils vom Scootervermieter, teils aus dem eigenen Winterkleiderschrank halten wir ohne größere Probleme durch.  Am Polarkreis ein kurzer Blick in die Hütten, ja, Holz ist da. Also die Nacht am Polarkreis wird warm. Doch erstmal weiter Richtung Gällivare. Immerhin noch 80 km und so langsam wird es doch recht frisch. Dank Heiko können wir nach der Hälfte der Strecke eine kurze Pause bei seinem Bekannten Dirk einlegen. Ein Deutscher der sich vor einigen Jahren hier oben im Nirgendwo Haus und Land kaufte und einen alternativen Tourismus anbietet. Sehr Basic!  Strom durch Sonnenenergie und geheizt wird mit Holz. Rentierschlittentouren und Skiwanderungen sind sein
Metier.

Dank seines heißen Kaffees und einer Pause im Vorraum zur Sauna sind wir gut durchgewärmt und wieder bereit die letzten 40 km in Angriff zu nehmen. 20:30 Uhr Ankunft in unseren einfachen, aber warmen Hütten in Gällivare. Schnell ist klar wer welche Koje entert, dann noch in der 9000 Seelen zählenden, ehemaligen Eisenerzstadt ein Restaurant finden. Nach thailändischer Kost und einem mitternächtlichem Spaziergang durch die schlafende Stadt sanken wir alle schnell in unsere Kojen und in einen tiefen Schlaf.                         


Früh um Neun sollte es weitergehen! Frühstück an einer schwedischen Tanke die auch als Restaurant & Supermarkt dient.  Doch einer der Scooter wollte noch nicht wach werden. Alle Versuche, ihn zum Leben zu erwecken, scheiterten. Letzte Rettung  ein Starthilfekabel! Heiko machte sich mit der freundlichen und hilfsbereiten Rezeptionistin auf den Weg zur Tankstelle um
ein solches zu kaufen. Gesagt, getan und siehe da mit dieser Hilfe sprang der Scooter denn auch an. Nun war es schon so spät, dass wir mit dem PKW besagter hilfsbereiter Person in die Stadt fuhren,  um zu frühstücken und einzukaufen.


Warum nicht gleich mit den Scootern? Leider ist es Scootern untersagt auf  öffentlichen Straßen zu fahren. Bei der Tankstelle zu der wir mit unseren Scootern konnten, gab es aber keinen Supermarkt. Nachdem wir nun endlich Einkauf, Frühstück und Tanken hinter uns hatten, kam die Aufgabe auf uns zu, den Weg zurück auf den Malmens Väg zu finden. Nun sollte Mann meinen, es gäbe Schilder auf denen klar zu lesen steht wo es lang geht, weit gefehlt!!! Nach kurzem hin & her war der Weg gefunden, nun lagen 80 km zum Polarkreis vor uns und es war heute noch kälter als am Tag zuvor.

Weiter bevor die Sonne ganz hinterm Horizont verschwunden ist. Einige weitere Verbuddler sorgten dafür, dass wir weit nach Sonnenuntergang (um 15:30 versinkt sie, und um 16 Uhr wird es dunkel) erst am Polarkreis ankamen.  

In den Hütten war es so kalt wie draußen, also schnell Feuer gemacht und Kaffee kochen. Nach etwa einer halben Stunde war die Temperatur der Gestalt, dass wir anfingen, uns unserer Kleidung Schicht für Schicht zu entledigen. Nun noch das Mitgebrachte auf dem kleinen Ofen brutzeln und es kann gegessen werden. Unsere Freunde, Rum & Whiskey, sorgten für einen entspannten Abend in gelöster Runde. Abendfüllende Geschichten ließen uns die Zeit und unsere Müdigkeit vergessen.



Am nächsten Morgen genossen wir den Sonnenaufgang, gegen 9, am Polarkreis und gönnten uns eine kurze Waschung im Schnee mit eindeutiger „Hallo Wach“ – Wirkung!! Entspanntes Frühstück, das obligatorische Polarkreis Foto unter dem Denkmal. Entworfen wurde dieses von Erling Johansson.

 

Danach Aufbruch in einen Tag voller Schnee und Abenteuer. Schon eine halbe Stunde später lockte uns ein gar schönes Tiefschneefeld zur freien Fahrt. Dem damit unweigerlich verbundenen Eingraben im Tiefschnee, brachte Spaß und sorgte für reichlich Schweiß und ausreichend Wärme im Körper.                                                         

Nach diesem kurzen Ausflug ins freie Feld aber hurtig weiter, wir hatten noch gute 100 km bis Ranea zum nächsten Tankstopp und von dort nochmal ca. 50 km bis Ebbenjarka, wo uns wieder Anders und seine Frau mit gutem Essen, Sauna und Hot Tube erwarteten.  


Dem Malmens Väg folgend ging es vorbei an Spieken, Gunnarsbyn und  Niemisel nach Ranea. Unterwegs überraschte uns am Rande eines Sees Wasser auf dem Eis. Eine unangenehme Erscheinung,  wenn man weiß, dass ein Steckenbleiben das unweigerliche Aus bedeutet. Solche Wasserflächen entstehen durch Risse im Eis, die ausgelöst werden durch eine hohe Eisflächenspannung. Diese Flächen können bis zu 50cm tief sein, und hängt man mit dem Scooter erstmal fest, bekommt dieser nicht mehr genug Auftrieb. Das bedeutet dann unweigerlich nasse Füße, und das bei dieser Kälte. Umfahren war nicht möglich und außerdem hatten wir Abenteuer gebucht!! Also Augen zu, Vollgas und durch.

Alle meisterten auch diese Aufgabe mit Bravour. Sichtlich erleichtert ging es weiter. In Gunnarsbyn kurzer  Einfall bei Lives „Tante Emma“ Laden. Schokolade fassen, Energie pur!!! In Ranea  gab es heißen Kaffee, Burger in der Pizzeria und Benzin an der Tanke. Jetzt noch einen Ritt durch den dunklen Wald bis nach Ebbenjarka.



Beim Essen in Ebbenjarka das erste Resümee: Es war hart wegen der extremen Kälte, normalerweise ist es um diese Jahreszeit wärmer, aber es ist ein unvergessliches Erlebnis!!! Gerne wieder aber erst in die Sauna und den Hot Tube!  



Am letzten Tag nochmal 20 km nach Lulea, die Scooter abgeben bei Owe von Ski-Doo. Owe war
vomgebrochenen Federbein an Michael S. Scooter, der Beule in der Nase am Scooter von Detlef und den Verlust zweier Beifahrerhaltegriffe nicht wirklich begeistert.

Nach 3 Tagen und rund 500 km saßen wir wieder im Flieger nach Hause. Alle gezeichnet, erschöpft aber zufrieden. 3 Tage die keiner von uns vergessen wird!!!!

MOTOBIKE-TRAVEL-COMPANY

 

Detlef Dietz

Fraenkelufer 26

10999 Berlin / Germany

Home: +49 (0) 30 / 214 60 105

Mobil:  +49 (0) 170 / 294 65 75

Fax: +49 (0)3212 / 13 20 106

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Website: www.motobike-travel-company.com

 


 

25.08.2010: 8 Länder mit 6 Hauptstädten in 6 Tagen auf 2 Rädern

......Und plötzlich setzte die Erkenntnis ein: Wenn man sich den östlichen Alpenraum vornimmt, erreicht man in einem zeitlich und hinsichtlich der Entfernungen relativ überschaubaren Umfang erstaunlich viele Länder. Und sogar relativ viele Hauptstädte. Und das, wo ich mir doch seit langem schon vorgenommen hatte, möglichst viele Hauptstädte kennen zu lernen.

Dann reifte der Entschluss: Es ist gut, einen Trailer zu haben, aber besser, wenn man ihn nicht zwingend einsetzen muss. Also: ich fahre die gesamte Strecke vollständig mit dem Motorrad ab, weil ich auf diese Art und Weise tatsächlich eine 8-Länder-Tour mit einem Besuch von insgesamt 6 Hauptstädten (incl. meines Start- und Zielortes Berlin) absolvieren kann! 8 Länder in sechs Tagen, das ist sicherlich nicht unbedingt eine so ganz gewöhnliche Tour. Gut so, das machte sie für mich noch attraktiver....

 

 

weiter siehe http://www.motorrad-tourer.com/eigene-reiseberichte/28-2010-im-sommer-8-laender-mit-6-huptstaedten-in-6-tagen-auf-2-raedern

 

Fred-D. Zagrodnik

Motorrad-Tourer.com

Schreberstr. 16

D - 14167 Berlin

+49 - (0)177 - 326 02 77

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