Motorsport
07.07.2012: Fortschritt für Finsterbusch – Rückschlag für Reiterberger
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Die beiden Piloten des MZ Racing Teams erlebten den Qualifikationstag beim Großen Preis von Deutschland auf dem Sachsenring höchst unterschiedlich. Toni Finsterbusch erreichte in der Moto3-Klasse als 15. seinen bislang besten Startplatz, dagegen hatte Markus Reiterberger auf der Moto2-Maschine seine liebe Not mit den wechselnden Wetterbedingungen und wurde nur 30.

Während Finsterbusch es sowohl im letzten freien Training am Vormittag als auch in der Qualifikationssession ab 13 Uhr mit Dauerregen zu tun hatte, fuhr Reiterberger morgens im Trockenen und mittags auf abtrocknender Piste. „Toni ist heute früh mit gebrauchten Reifen losgefahren und kein Risiko mehr eingegangen – es war ja ein freies Training“, erklärte MZ Racing Team-Manager Peter Rubatto. Im Qualifikationstraining erreichte Finsterbusch schnell Platz zehn, viel dann aber mit geänderter Übersetzung etwas zurück. „Dennoch ist Platz 15 unser bislang bestes Qualifikationsergebnis – was will man mehr?“ zeigte sich Rubatto zufrieden. MZ-Geschäftsführer und Ex-Rennfahrer Martin Wimmer wollte nach der Analyse der Datenaufzeichnungen sogar Möglichkeiten ausgemacht haben, die Abstimmung von Finsterbuschs Maschine noch zu verbessern: „Seine Getriebeabstufung war gut, aber er konnte sie nicht ganz ausnutzen, weil das Fahrwerk Schwächen hatte. Wenn wir beides hinkriegen, sollte ihm das helfen.“
Nachdem Markus Reiterberger das letzte freie Training auf trockener Piste gefahren war, musste er zum Qualifikationstraining zunächst im Regen ausrücken. Weil absehbar war, dass der Regen während der 40 Qualifikationsminuten nachlassen würde, hatte das Team eine Kompromissabstimmung für das Fahrwerk gewählt. Nach 17 Runden wurden lediglich die Reifen gewechselt. Von da an konnte Reiterberger sich kontinuierlich steigern und fuhr im vorletzten Umlauf seine schnellste Runde – die Zeit reiche jedoch lediglich für Platz 30.
Toni Finsterbusch (Moto3) – 15. Platz in 1.45,497 min:
„Platz 15 ist mein bestes Qualifying-Ergebnis in diesem Jahr – ich denke, darauf kann ich im Rennen aufbauen. Im Trockenen wäre es vermutlich schwieriger gewesen, diesen Platz zur erreichen, weil die Zeiten im Feld noch enger zusammenliegen. Gestern war ich beispielsweise 15., drei Zehntelsekunden schneller, und ich wäre Fünfter gewesen. Ob es morgen regnet oder nicht, ist mir egal, obwohl ich ehrlich gesagt lieber im Trockenen fahre. Ich nehme es, wie es kommt. Als es während des Qualifikationstrainings richtig angefangen hat zu regnen, bin ich einige Plätze zurückgefallen. Als ich dann merkte, dass der Regen etwas nachließ, habe ich mich ganz zum Schluss noch einmal angestrengt und probiert, meine Zeit zu verbessern. Das ist auch gelungen.“
Markus Reiterberger (Moto2) – 30. Platz in 1.38,697 min:
„Nach dem gestrigen Trainingstag hatte ich für das Qualifying schon mit einem besseren Ergebnis gerechnet. Aber vor allem im Nassen erwies sich der Umstieg von meiner gewohnten 1000er-BMW auf die 600er-Moto2-Maschine als schwierig. Ich bin zwar gestern schon zwei Runden im Nassen gefahren, die haben mir ganz gut getaugt. Aber da war es auch nur feucht, heute ist es richtig nass. Im Vormittagstraining haben wir an der Umlenkung des Hinterrad-Federbeins noch etwas Neues probiert, aber das war miserabel. Deshalb hatten wir uns für das Qualifying entschieden, die Abstimmung von gestern zu verwenden. Als die Strecke zum Ende hin etwas abtrocknete, konnte ich noch einige schnellere Runden drehen, meine Platzierung aber nicht wesentlich verbessern. Aber ich habe ja hier nichts zu verlieren.“
Qualifikationsergebnisse:
Moto3:
1. Sandro Cortese (GER/KTM) 1.42,989 min
2. Danny Kent (GBR/KTM) 1.44,474
3. Adrian Martin (SPA/FTR-Honda) 1.44,489
15. Toni Finsterbusch (GER/MZ-RE Honda) 1.45,497
Moto2:
1. Marc Márquez (SPA/Suter) 1.34,503 min
2. Julian Simon (SPA/Suter) 1.34,548
3. Mika Kallio (FIN/kalex) 1.34,639
30. Markus Reiterberger (GER/MZ-RE Honda) 1.38,697
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